Am Donnerstag, den 23.08 ging es von Hamburg aus Richtung Aschaffenburg, um mich zuerst mit meinen Eltern zu treffen und dann mit Steffi. Jedoch hätte mit nach der ersten Aktion bereits das Interrail-Ticket erzogen werden müssen! Ich war 1,5 Stunden zu früh am Hauptbahnhof (6.00 Uhr, 4.20 Uhr aufstehen!!!) und das nur, weil ich zu doof war auf die Fahrkarte zu schauen.... jedoch habe ich so den Zug ohne Schwierigkeiten erwischt! ;o)
In Aschaffenburg angekommen habe ich mit meinen Eltern getroffen und mit meiner Mama zuerst eine kleine Sightseeing-Tour durch die Stadt gemacht...ist auf jeden Fall lohnenswert, schöne charmante Stadt!
Dann ging es zu Steffi und Philipp zum Kaffee trinken und nachdem meine Eltern gefahren waren gab es erstmal ein paar Cocktails für die Nerven, bevor es Richtung Bahnhof ging.... unserem hauptsächlichen Aufenthaltsort für die nächsten 10 Tage!

Von Aschaffenburg ging es über Karlsruhe mit dem Nachtzug nach Paris, von da aus aber auch gleich weiter nach Dijon. Unser Ziel war eigentlich Dole in der Nähe von Dijon, da aber kein Zug mehr dorthin fur haben wir uns spontan entschieden auf den Camping Platz am See von Dijon zu gehen... und nein, wir waren nicht an dem See, keine Ahnung wo der überhaupt so genau ist. Nach dem gloreichen Aufbau unseres luxeriösen Zeltes (so mancher würde das wahrscheinlich noch nichtmal als Vorzelt verwenden)

haben wir uns erstmal auf die Suche nach einem Supermarkt gemacht. Einem Schild folgend haben wir uns an diesem Tag schon fast die gesamte Innenstadt von Dijon angeschaut und unser Abendessen sah, wie für die folgenden Tage folgendermaßen aus: Fertigsalat, Baguette (wahlweise sandwich) und das wichtigste: eine Flasche Wein (variierte meist zwischen einer und zwei Flaschen, Ausnahmen bestätigen die Regel). Am nächsten Tag war Sightseeing angesagt, was bei uns so viel bedeutet wie jede Staße von der Stadt mindestens einmal abgelaufen zu sein. Die Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert und wenn man den Eulen folgt kann man auch eine schöne Stadtführung auf eigene Faust machen...

Am nächsten Tag ging es auch schon weiter nach Avigion, der Stadt, die hauptsächliche wegen seiner Brücke bekannt ist...

ja, zugegeben deswegen sind wir auch hin gefahren... jedenfalls haben wir auch schnell einen Zeltplatz in der Nähe der Innenstadt gefunden, von dem aus man sofort auf dem gegenüberliegen Ufer einen herrlichen Ausblick auf die Brücke und den Papstpalast hat.

Am folgenden Tag sind wir auf die Emfehlung einer Freundin nach Orange gefahren, weil dort das best erhaltenste römische Amphietheater steht. Abgesehen von einer richtig süßen Innenstadt ist dieses Theater die Hauptattraktion dieser Stadt und wirklich atemberaubend.

Den Papstpalast in Avigion haben wir uns auch angesschaut, meine Eindrücke sind sehr zwiespältig bezugnehmend auf dieses Gebäude. Denoch hatten wir zwei richtig schöne Tage in der Stadt und haben uns sogar einmal eine Pizza gegöhnt. Diese Stärkung haben wir auch bitter nötig gehabt, denn am nächsten Tag sollte die Interrail-Odysee beginnen. Wenn man aber auch denkt, dass man am besten über Marseille an den Atlatik kommt ist man selbst schuld. Geplant war, dass wir innerhalb eines Tages von Avigion nach St.Jean de Luz (bereits unser Ziel bei den letzten beiden Interrail-Trips) kommen würden. Leider hat das nicht so geklappt, so dass wir einen Zwischenstop in Tarbes machen mussten. Da wir das aber bereits von unserem ersten Interrail kannten wussten wir sogar noch so ungefähr (und das nach 6 Jahren wohlgemerkt) wo die Jugendherberge war. Leider haben wir an diesem Tag zwar nichts mehr zu essen bekommen, aber dafür hatten wir ein Doppelzimmer mit eigener Dusche und das war nach den Tagen auf den Zeltplätzen eine gelungene Abwechslung. Also versuchten wir es am darauf folgenden Tag wieder an den Atlantik zu kommen.

Aufgrund des schlechten Wetters haben wir uns auch spontan entschieden in Biarritz auszusteigen, in eine Jugendherberge zu gehen und unser letztes Reiseziel, Perigieux, uns für unseren nächsten Trip aufzuheben. Jedenfalls hatten wir an diesen drei Tagen endlich mal Urlaub: wir waren am Strand, haben gemütlich Kaffee getrunken, Pizza gegessen und die Tage genossen.

Wir konnten aber nicht umhin, einen Abstecher nach St. Jean de Luz zu machen, die Stadt wieder in Erinnerungen aufleben zu lassen und diesen Ort einfach auf uns wirken zu lassen.

Unseren letzten Tag in Biarritz verbrachten wir am Stadt, ich ließ mir ein Surfboard gegen den Kopf knallen und abends haben wir einen dieser berühmt berüchtigten letzten Abend am See direkt von unserer Jugendherberge gehabt.

Mit dem Zug ging es am 01. September zuerst nach Paris, wo wir noch ein paar Stunden Aufenthalt hatten und uns erstmal Montparnasse angeschaut haben. Als wir dann feststellten, dass der invalidendom auch höchstens 30 min von unserem Aufenthaltsort entfernt war, haben wir uns noch diese Sehenswürdigkeit angeschaut und sind dann nach einem leckeren chinesischen Essen glücklich und zufrieden in den Nachtzug nach Deutschland gestiegen.

Fazit: Es war mal wieder ein traumhaft schöner Interrail-Trip, der dritte seiner Art, den ich mir nicht besser hätte vorstellen können und ich hoffe, dass wir das in zwei Jahren wirklich wiederholen können! Denn dann heißt es: Frankreich, wir kommen!
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